Pamplona, Sanfermínes - baskische Kreide, Kultur und Lebensfreude

Geologie am Rande des Jakobsweges

 

Nordspanien-Exkursion AE-09/5

Spezielles Angebot mit begrenzter Teilnehmerzahl

Termin Anmeldeschluss
04.07.09 - 14.07.09

04.05.09 (geändert) - begrenzte Teilnehmerzahl!

Exkursionspreis                                                              550 €
inklusive Fahrkostenbeteiligung
inklusive Eintrittsgelder
10 Übernachtungen im Doppelzimmer/Frühstück           200 €
zahlbar vor Ort
Einzelzimmerzuschlag                                                    150 €

Unser Angebot beinhaltet geologische Führungen, die Organisation äußerst preisgünstiger Zimmer zur Hauptsaison sowie die Tagesfahrten vor Ort in einem VW-Bus.

 

Teilnehmerzahl: min. 6 und max. 6 Personen

 

Wir bieten Ihnen eine geologisch-kulturelle Exkursion in die nordspanische Provinz Navarra mit ihren tief verwurzelten Traditionen und einzigartigen Festen. Machen Sie dort Kurzurlaub in Navarra und begleiten Sie uns zur weltbekannten Fiesta von San Fermín in Pamplona. Überwinden Sie Ihre Vorurteile über Stierkampf und lernen Sie den freundlichen und offenen Charakter der Menschen kennen und die anderen Seiten der Fiesta.

Nehmen Sie sich Zeit für die höchst unterschiedlichen und malerischen Landschaften am Rande des Jakobsweges, der über Valcarlos nach Navarra führt und den man den „Camino francés“ nennt. Verbinden Sie Ihren Urlaub mit Ihrem Hobby und sammeln Sie unter wissenschaftlicher Anleitung Fossilien in nordspanischen Kreideprofilen für die Kreidestufen Turon bis Maastricht. Fahren Sie mit uns an die baskische Küste und besuchen Sie die weltberühmten Aufschlüsse beiderseits der Pyrenäen, die einen Asteroideneinschlag und das Artensterben an der Grenze Kreide-Paläogen („Tertiär“) dokumentieren. Erleben Sie Baskenküste mit ihrer wild zerklüfteten Felsenküste, den kleinen Buchten und den feinen Sandstränden oder erleben Sie Städte wie San Sebastián.

 

 

Exkursionsablauf
(Programmänderung vorbehalten!)

 

1. Tag (Sa) Arbizu, Navarra - Individuelle Anreise der Teilnehmer
*Auf Wunsch Transfer von den Flughäfen Bilbao oder Pamplona. Die Unterkünfte liegen in Arbizu, einem baskischen Dorf in Navarra bzw. in den benachbarten Dörfern in der Barranca/Sakana. Arbizu ist Ausgangsort aller Exkursionen. Der erste Abend ist zum Kennen lernen, verbunden mit einem gemeinsamen Abendessen mit landestypischen Produkten - queso, chistorra, tortilla, cuajada, sidra und vino -, der Vorstellung des Exkursionsprogramms und einer mentalen Einstimmung auf Sanfermínes.

 

 

2. Tag (So) Pamplona – Der Weg der Stiere; Pamplona, Puente la Reina, Estella – Auf dem Jakobsweg in Navarra
Pamplona, die Provinzhauptstadt Navarras, ist weltweit bekannt durch die „Fiesta de San Fermín“ und den „encierro“ der Stiere im Juli, aber auch als eine Station auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Am Vortag der großen Fiesta werden wir Pamplona bei einem Stadtbummel erkundigen, insbesondere den Weg, den die Stiere beim „encierro“ von der Calle Santo Domingo Richtung Plaza de Toros nehmen. In der Calle Estafeta schließlich suchen wir einige der Bars auf, die für ihre hervorragenden Pintxos bekannt sind und gute Weine aus Navarra oder der Rioja anbieten. Weiter geht es auf dem Jacobsweg über Puente la Reina nach Estella. In der Stadt, benannt nach der romanischen Brücke über den Arga, treffen zwei der wichtigsten Pilgerrouten zusammen, die der Roncesvalles- und die der Toulouse-Route. Am späten Nachmittag werden wir nach einem Abstecher bei Eunate die 2200 Jahre alte römische Stadt Andelos besichtigen.

 

 

3. Tag (Mo) Pamplona - Sanfermines, das Baskenland in Fiestas
Am 6. Juli fahren wir traditionell mit dem Omnibus nach Pamplona, um dem spektakulären "chupinazo", dem Ausbruch der Fiesta von San Fermín wie es Ernest Hemingway formulierte, beizuwohnen und um, in seinem Geiste die “fiesta” in den Cafés auf der Plaza del Castillo zu erleben. Wir lassen uns von der Stimmung der in weiß und in rot gekleideten Menschenmenge treiben, erleben traditionelle baskische Musik, folkloristische Tanzveranstaltungen oder Umzüge, um dann bei einem typischen “almuerzo” in den Straßen von Pamplona oder in den Pintxos-Bars das Leben zu genießen. Der späte Nachmittag und der Abend stehen zur freien Verfügung für eigene Entdeckungen. Wir treffen uns wieder bei dem “toro de fuego” oder beim großartigen Abendfeuerwerk an der Zitadelle von Pamplona.

 

 

4. Tag (Di) Naturpark Sierra de Aralar – Sanktuarium von San Miguel, bronzezeitliche Megalithgräber; Sakana/Barranca – Fossilreiche Oberkreide (Turon bis Coniac)
Am Vormittag fahren wir auf die Sierra de Aralar, ein vornehmlich aus Riffkalken bestehendes Karstmassiv, von wo wir bei gutem Wetter einen fantastischen Blick auf die Sakana, die Sierra de Andía sowie das Becken von Pamplona gewinnen. In luftiger Höhe erfolgt eine Einführung in die Geologie der Sakana und ihrer kreidezeitlichen Ablagerungen.

Nach dem Besuch des Sanktuariums von San Miguel in Excelsis, mit einem der bedeutendsten Emaille-Altare der Romanik, machen wir einen kurzen Abstecher zu einigen der rund 44 Dolmen (Großsteingräber) der Aralar, die baskisch als Trikarriak (Dreisteine) bezeichnet werden. Bei schlechtem Wetter suchen wir die Tropfsteinhöhle Mendukilo auf. Die Abfahrt in die Barranca erfolgt auf einer Straße mit Panoramasicht und Blick auf die Aufschlüsse, die wir am Nachmittag besuchen werden. Vor Ort erfolgt eine Einführung in die biostratigraphische Gliederung der anstehenden Schichten mittels Ammoniten. Den Fossilinhalt (Ammoniten, Inoceramen, Seeigel) erklopfen und erarbeiten wir uns dabei selbst in den fossilreichen Schichten. Bei Interesse nehmen wir gemeinsam ein stratigraphisches Profil auf.

 

 

5. Tag (Mi) Pamplona - Sanfermines und “el encierro”; Pyrenäen - Die heteromorphen Ammoniten der höchsten Oberkreide (Campan bis Maastricht)

Wir fahren früh von Arbizu ab, um den weltberühmt-berüchtigten “encierro” der Stiere in Pamplona live als “Zaungast” oder ruhiger bei einem "café solo" oder "churros con chocolate" zu erleben. Anschließend können wir die Stadt unsicher machen oder einige Veranstaltungen der laufenden Fiesta besuchen.
Am frühen Nachmittag fahren wir dann auf Hemingways Spuren in die Pyrenäen mit einem kurzen Halt bei den Stelen von Espinal und einen Abstecher nach Orrega/Roncesvalles, der zweiten Station auf dem französischen Jakobsweg in Navarra und Ort der Schlacht von Roncesvalles (Rolandssage). Anschließend geht die Fahrt durch das malerische Tal des Urrobi zu weitgehend noch unbekannten Aufschlüssen hoch in den Bergen, die höhere Oberkreide, Obercampan bis Untermaastricht erschließen. Mit etwas Fleiß und Ausdauer lässt sich eine artenreiche Ammonitenfauna mit Gattungen wie Pachydiscus, Trachyscaphites, Pseudoxybeloceras, Lewyites, Bostrychoceras und Nostoceras erklopfen. Bei den Seeigeln sind Micraster und Echinocorys zu finden. Am späten Abend halten wir auf  Wunsch an einer Forellenfarm, um Lachsforellen zu kaufen für ein gemeinsames "cena"  mit "truchas a la Navarra" unter freiem Himmel in Arbizu.

 

 

6. Tag (Do) Hendaye (Frankreich) – Oberkreideflysch und die Kreide/Paläogen-Grenze; Bidart (Frankreich) - Badeaufenthalt und/oder Kreide/Paläogen-Grenze sowie Eozän
Die Fahrt führt über San Sebastian bis zum französischen Badeort St. Jean-de-Luz und zurück auf der Panoramastraße “Route de la Corniche basque”, entlang der Felsküste Richtung Hendaye. Danach erfolgt eine mehrstündige Wanderung im Felsküstenbereich mit Halten an obercampanen Massengleitungen, Brekzien und Turbidithorizonten in der Baie de Loya, im Maastricht und an der berühmten Kreide/Paläogen-Grenze am Point Sainte Anne zum Sammeln der letzen Kreideammoniten oder Probennahme im Iridium-Horizont. Anschließend machen wir Badeaufenthalt in Bidart resp. besuchen wir die Kreide/Paläogen-Grenze und Massengleitungen im Eozän. Der Ablauf des Programms ist abhängig von den am Tage herrschenden Niedrig- und Hochwasserzeiten.

 

 

7. Tag (Fr.) Tag zur freien Verfügung, zum Relaxen, Sport treiben in Arbizu, Baden fahren oder Wandern in der näheren Umgebung.

 


8. Tag (Sa) Tierra Estella – Estella, der Jakobsweg in Navarra; Ammoniten sammeln in nordspanischen Standardprofilen des Turon
Unsere Fahrt führt über die Sierra de Andía-Urbasa in die Estella-Region, mit einem kurzen Aufenthalt in Estella, einer im Mittelalter gegründeten Stadt, um zumindest einige der Sehenswürdigkeiten anzusehen. Anschließend eine Pause mit „Pintxos und Rioja“ oder falls gewünscht, ein Mittagsessen in der Pilgergasse, nicht weit vom Palast der Könige von Navarra entfernt. Der spätromanische Palast steht an der Plaza de San Martin, dem ehemaligem Ortszentrum mit der „fuente de los chorros“, direkt neben dem Justizpalast, einem altem Rathaus aus dem 18ten Jahrhundert und der Kirche San Pedro de la Rúa mit Kreuzgang aus dem 12. Jahrhundert.
Am Nachmittag, wenn es etwas kühler wird, fahren wir Richtung Sierra de Loquiz. Nach einem Abstecher zum Sammeln in obercenomanen bis mittelturonen Schichten wenden wir uns dem höheren Turon mit einer interessanten Ammonitenfauna zu. Die Gattungen Collignoniceras, Romaniceras und Subprionocyclus sind häufig. Auch Seeigel und Brachiopoden sind zu finden. Am Abend, je nach Wunsch, fahren wir zur Fiesta nach Pamplona oder erholen uns zu Hause.

 

 

9. Tag (So) Tag zur freien Verfügung, zum Erholen von der nächtlichen Tour in Pamplona oder für individuelle Wanderungen z.B. auf der Sierra de Andía, zur Ermita de San Adrián oder zur Ermita de San Donato auf dem Beríain.

 

 

10. Tag (Mo) Zumaia – Das Maastricht und die letzten Kreideammoniten, die Kreide/Paläogen-Grenze; San Sebastián – La Concha, Chillida und la parte vieja
Das Küstenprofil Zumaia (Provinz Guipúzcoa) wurde gleich durch zwei Grenzen berühmt, die der Kreide zum Paläogen und die des Paleozäns zum Eozän. Auf der Spitze von San Telmo genießen wir die Aussicht über die schroffe Felsenküste von den Campanschichten an der Bucht von Aitzuri bis zum Paläogenflysch am Playa de San Telmo. Wir wenden uns danach dem, nur bei Ebbe zugänglichen Küstenabschnitt des relativ fossilreichen Maastrichts und der Kreide/Paläogen-Grenze mit dem Iridium-Horizont zu.
Bei unserer Klettertour über die aus dem Meer ragenden Schichtköpfe werden wir versuchen, einige Maastricht-Ammoniten, inoceramide Bivalven und Seeigel zu finden.
Die Rückfahrt erfolgt entlang der malerischen Küste von Zumaia über Getaria nach Zarautz und dann via Autobahn nach San Sebastián, wo wir auf Wunsch den Abend mit einem Besuch der „Concha“, der Altstadt und ihrer Pintxos-Bars oder einer “Sidreria” beschließen.
Das Programm ist abhängig von den am Tage herrschenden Niedrig- und Hochwasserzeiten. Als Alternativprogramm bietet sich am Vormittag der Besuch des Museums Chillida-Leku in Hernani, der Besuch der Skulptur “Peine del Viento” des baskischen Bildhauers Eduardo Chillida in San Sebastian (Donosti) und anschließend der Besuch der K/P-Grenze in Zumaia an.

 

 

11. Tag (Di) Abfahrt von Arbizu.

Letztes gemeinsames Frühstück und Verabschiedung. *Auf Wunsch Transfer zu den Flughäfen von Bilbao oder Pamplona.

 

 

 

 

 

 

Modalitäten für dieses Angebot:
Die An- und Rückreise zum und vom Zielort Arbizu in Nordspanien (Navarra) sowie Verpflegungskosten sind nicht im Preis enthalten! Wir holen die Teilnehmer jedoch vom nächstgelegenen Bahnhof in Alsasua ab.

*Der Transfer von den Flughäfen Bilbao und Pamplona ist eine Extraleistung

 

  • Leistungen:
    Wissenschaftliche Leitung der Exkursion durch einen Dipl. Geologen/ Paläontologen
  • Exkursionsbegleitung und Betreuung durch eine Muttersprachlerin
  • Ein Abendessen mit landestypischen Produkten
    Busfahrt nach Pamplona zu Sanfermínes
  • Eintritt für die Mendukilo-Höhle
    Eintritt für die Freiluftmuseen Chillida-Leku und Andelos
  • Organisation der Unterkünfte und spezieller Veranstaltungen vor Ort
    Wir sehen uns in der Regel nach Landhäusern (Casas rurales) oder Apartments (apartamentos) für 6 -12 Personen oder preiswerten Hotels und Pensionen um.

 

 

Pamplona - Ayuntamiento (Rathaus)

Pamplona - Sanfermínes

Pamplona - Sanfermínes

Pamplona - Hemingwaydenkmal  vor der Plaza de toros (Stierkampfarena)

Pamplona - Café Iruna

Pamplona - Calle Estafeta

Sierra de Aralar

Roncesvalles - Silo de Carlomagno

Pyrenäen - Aufschluss im Campan

Hendaye (F) - La Corniche basque

Hendaye (F) - La Baie de Loya

Hendaye (F) - Point Sainte Anne

Sierra de Satrustegui (E)

Sierra Andía - Ermita de San Donato

Sierra Urbasa-Andia - Altos de Goni

 Estella - Palacio Real

Estella, Palacio Real - Rolandssäule - Kampf Rolands gegen den Mauren Ferragut

Estella, Camino de Santiago - Pilgergasse

Tierra Estella - Sierra de Loquiz

Zumaia (E), Baskische Küste - Punta de San Telmo

Zumaia (E) - Obermaastricht

Zumaia (E) - Blick auf die Bucht von Aitzurri

San Sebastian - Puente del Kursal  y Teatro  Victoria Eugenia

San Sebastian - Hafen (puerto)

San Sebastian - Paseo Nuevo

San Sebastian, Altstadt - Calle Mayor mit Basilica de Sta. Maria del Coro